Depressionen

Von Jahr zu Jahr leiden mehr Personen an depressiven Störungen. Vielfach kommen Menschen indirekt mit dieser Krankheit in Berührung, wenn Bekannte, Freunde oder Verwandte davon betroffen sind.


Charakteristische Merkmale für eine Depression sind häufig:

Freud- und Interessenlosigkeit Konzentrationsschwäche vermindertes Selbstwertgefühl Schlaflosigkeit und eine hoffnungslose Sicht auf die Zukunft.


Bei einigen Patienten steht eine starke Nervosität und Hektik, oft in Kombination mit Angstzuständen im Vordergrund der Erkrankung. Bei anderen Patienten ist ein verminderter Antrieb beispielsweise bei Entscheidungsfindungen anzutreffen.


Schwer depressiv Erkrankte können selbstmordgefährdet sein. Nur besonders schwere Depressionen werden von so genannten psychotischen Symptomen wie Wahnideen und Halluzinationen begleitet. Die Bewältigung des alltäglichen Lebens ist mehr oder weniger eingeschränkt.


Die Ursachen einer Depression sind so vielfältig wie ihr Erscheinungsbild. Auslöser können belastende Erlebnisse sein (z. B. das Zerbrechen einer Beziehung).


Manchmal findet sich die Ursache auch in der Vergangenheit, beispielsweise in Form traumatischer Kindheitserlebnisse. Auch als Folge von Erkrankungen (z. B. Parkinson, Altersdemenz und Suchtkrankheiten) sowie hormonellen Veränderungen (Menopause) können Depressionen entstehen. Der Lichtmangel im Winter wird ebenfalls als Auslöser einer Depression diskutiert. Bei vielen depressiv Erkrankten ist aber kein erkennbarer Grund auszumachen. Man spricht dann auch von einer endogenen Depression.


In der Regel stützt sich die Therapie auf die Einnahme von Medikamenten und auf die psychologische Behandlung durch einen Therapeuten. Ob die Behandlung ambulant oder zunächst in einer Klinik erfolgt, hängt wesentlich von der Schwere der Depression ab. Die Wirkstoffe in den Medikamenten (in so genannten Antidepressiva) beeinflussen auf unterschiedliche Art und Weise den Stoffwechsel verschiedener Botenstoffe im Gehirn. Dieser Stoffwechsel ist bei depressiven Zuständen gestört, die Psyche gerät aus dem Gleichgewicht.

Die medikamentöse Therapie kann unterschiedlich lang sein. Manchmal ist es notwendig, sie auch nach bereits erfolgter Besserung mit einer geringeren Dosis noch einen langen Zeitraum weiterzuführen, oft noch über Jahre. Damit wird einem Rückfall in die Depression vorgebeugt.

Heute steht eine Vielzahl von Antidepressiva zur Verfügung, aus der je nach Erscheinungsbild und Schwere der Depression das Präparat mit dem richtigen Wirkstoff oder der richtigen Wirkstoffkombination ausgewählt werden kann. Verstimmungszustände, Angst und nervöse Unruhe sind mit Extrakten aus Johanniskraut (Hypericum perforatum) behandelbar. Entsprechende Präparate sind sehr gut verträglich, trotzdem ist die ärztliche Konsultation oder auch die Beratung in der Apotheke sehr ratsam. Auch Johanniskrautextrakte wirken auf die Stoffwechselprozesse im Gehirn und bringen diese wieder ins Lot. Wichtig ist die Qualität der verwendeten Extrakte. Johanniskrautpräparate gibt es rezeptfrei in der Apotheke.


Für alle Antidepressiva gilt, daß ihre volle Wirkung erst mit einer Verzögerung von etwa 2-4 Wochen eintritt.